Stillen und Stillschwierigkeiten Teil 1:

Um es gleich vorweg zu sagen: Stillschwierigkeiten können bei entsprechender Unterstützung meist rasch beseitig werden, sofern Mutter und Kind das wirklich wollen. (Es gibt tatsächlich Baby die es ablehnen gestillt zu werden.)
Während der Stillzeit treten nicht selten Stillkrisen auf, die direkt nach der Geburt (Schock, Erschöpfung), um den 10. Lebenstag, während der 4.-6 Woche und nach dem dritten Lebensmonat gehäuft zu beobachten sind.

Woran liegt das?
Unmittelbar nach der Geburt besteht bei vielen Müttern der Wunsch Ihr Baby sofort anzulegen. Das ist auch richtig so! Das frühe Anlegen fördert den Milcheinschuss (der allerdings noch ein oder zwei Tage auf sich warten lassen kann), das Neugeborene bekommt erste Kalorien, und seelisch bedeutet das Anlegen: "Ich will für dich da sein."Verständlich wenn sich alle darauf freuen, und das "Andocken" nach Kräften unterstützen. Im Hintergrund lauert allerdings auch der große Erwartungsdruck, dass jetzt alles klappen muss, was frau/man sich bisher theoretisch angelesen hat.

Das Baby wird angelegt, nuckelt vielleicht ein wenig, doch weiter passiert nichts...... So geht das ein paarmal hin und her .Das beglückende Gefühl des Stillens will sich partout nicht einstellen, wenn es mit aller Macht und unter großem Druck erzwungen werden soll. Wenn dann noch Erschöpfung, vielleicht auch Angst und Sorge begleitend hinzukommen geht gar nichts mehr. Der Gedanke ".wenn das schon so losgeht, wie wird es dann erst morgen oder in zwei Wochen sein " schleicht sich heran und setzt sich im Kopf fest.

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